Förderung von Entwicklungs- und Lernprozessen

Förderung von Entwicklungs- und Lernprozessen

Das Ziel der psychotherapeutischen Arbeit besteht darin, Entwicklungs- und Lern­prozesse zu initiieren, zu modifizieren und zu stützen. Unter der Förderung der Entwick­lungsprozesse verstehen wir, den Klienten und sein Beziehungsumfeld überdau­ernd zu motivieren, seine Persönlichkeit zu erkennen und zu differenzieren.

Zur Überwin­dung und zum Abbau von Entwicklungsdefiziten sind psychothera­peutische Inter­ventionen aus dem psychodynamischen Formenkreis nötig, die Regression und Übertragung sowie Symbiose und eine kontrollierte Trennung bzw. Ablösung aus ihr ermögli­chen.

Unter Förderung von Lernprozessen verstehen wir, den Klienten und sein Bezie­hungsumfeld zu unterstützen, seine Fertigkeiten (Sprechen, Schreiben, Lesen, Be­wegen, Musizieren u.a.) aufzubauen und zu verbessern. Diese Interventionen sind verhaltenstherapeutischen Vorstellungen entnommen.

Förderung der Persönlichkeitsentwicklung

Regression

Gerade zur Überwindung von Persönlichkeitsdefiziten ist es für uns wichtig, im geschützten therapeutischen Raum Regressionen zuzulassen. Ziel ist, den angstbe­setzten emotionalen Störungsursprung nachzuerleben und durch modifizierte Erfahrungen abzubauen und/oder zu überwinden.

Übertragung

Heilende Entwicklungsprozesse der Persönlichkeit sind u. E. dann wirksam, wenn emotionale Abwehr und Angst, wie sie an bedeutungsvollen Bezugspersonen i. d. R. die leibliche Mutter und der leibliche Vater gelernt worden sind, auf andere Men­schen übertragen werden, und damit einer gezielten Veränderung zugänglich sind.

 

Symbiose

Es soll ein therapeutisches Symbioseangebot unterbreitet werden, das die Merkmale einer primären Symbiose enthält, aber im Unterschied dazu der Psychotherapeut diese Symbiose bewusst eingeht und zugelassene Gegenübertragung supervisorisch kontrollieren lässt.

 

Trennung, Ablösung

Die Notwendigkeit der Trennung und Ablösung aus einer solchen Klient-Therapeut-Beziehung ermöglicht die Bearbeitung unterschiedlicher Angst und Ambivalenzempfindungen sowie die Bearbeitung von Verlusterlebnissen.