Historisches

Historisches

Der Verein PETZ e.V. existiert seit 1989 und ist seit 1996 anerkannt als Träger der freien Jugendhilfe. Er wirkt an der psychosozialen Versorgung der südwestlichen Bezirke Berlins, insbesondere des Bezirks Steglitz-Zehlendorf mit. Die Arbeit von PETZ e.V. besteht vorwiegend aus psychotherapeutischen Interventionen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die eine intensive Arbeit mit den Eltern und dem sozialen Umfeld einschließen.

Einige der Mitglieder des Vereins haben mehr als 10 Jahre in verschiedenen Projekten der Abteilung Kinderpsychotherapie des Instituts für Klinische Psychologie, Psychologische Diagnostik und Gemeindepsychologie der Freien Universität Berlin mitgearbeitet, die sich unter Leitung von Prof. Dr. Siegfried Schubenz mit dem Problem der Legasthenie als Entwicklungsbehinderung befassen. Aus dieser Zusammenarbeit besteht bis heute eine Kooperation des Vereins mit dem Institut für Psychologie der Freien Universität Berlin, die sich auf den Bereich Ausbildung bezieht und Studenten im Bachelor- und Masterstudiengang Praktika ermöglicht.

PETZ e.V. hat sich in seiner Satzung zum Ziel gesetzt, neue Methoden und Medien für den Gebrauch in psychotherapeutischen Zusammenhängen zu erschließen. So beteiligte sich der Verein am Forschungsprojekt “Computer als Medium in der Psychotherapie”, und arbeitete mit an der Fortentwicklung des psychotherapeutischen Ansatzes “Psychologische Psychotherapie (PPT)”.

Daneben baute PETZ e.V. im Jahre 1990 eine “Beratungsstelle für Schulschwierigkeiten”, die sich als Angebot an Kinder, Jugendliche Eltern, Erzieher, Lehrer und Institutionen verstand, auf.

Die Beratungsstelle wurde zunehmend auch von Familien und Einzelpersonen genutzt, die Ansprechpartner für andere psychische Probleme suchten. In diesem Zusammenhang wurden Indikationsfragen geklärt, diagnostische Einschätzungen gegeben und ggf. entsprechende Anlaufstellen genannt.

Seit 1995 entwickelte PETZ e.V. gruppenpsychotherapeutische Konzepte für ein besonders problematisches Klientel, aus dem sich ab 1996 ein gruppenpsychotherapeutisches Angebot für motorisch expansive, aggressive Kinder bzw. Jugendliche im Alter von 8 bis 17 Jahren entwickelte. In der Folgezeit hat sich ein kombiniertes Gruppen- und Einzeltherapieangebot für Kinder und Jugendliche etabliert, indem sowohl Fertig- und Fähigkeitsdefizite als auch Beziehungsdefizite zu sich selbst und mit anderen bearbeitet werden.

Mit der Geltung des Psychotherapeutengesetzes ab 1999 hat die psychotherapeutische Arbeit mit Erwachsenen zunehmend Bedeutung gewonnen. Die Psychotherapeuten im Petz arbeiten als niedergelassene Verhaltenstherapeuten mit unterschiedlichen Schwerpunkten fühlen sich aber der methoden- und schulenübergreifenden Therapieansätze wie sie in der Arbeit mit Kindern  und Jugendlichen praktiziert wird, verpflichtet. So haben sich für eine breit gefächerte Palette von Störungsbildern Behandlungsansätze mit psycho-physischen, paartherapeutischen, EMDR- und achtsamkeitsbasierten Schwerpunkten entwickelt.